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RIVA del Garda im Trendino/Italien war Gründungsort der RIV-Gruppe, die in der SchwerIndustrie der Nachkriegszeit Westeuropas eine Schlüsselposition auf dem Kugel- und Wälzlagermarkt eroberte.
Turin wurde Zentrale der RIV-Gruppe, die 1972 von den Schwedischen Kugellagerfabriken (SKF) übernommen und ausgebaut wurde. In der Schwerindustrie ist Gruppo-RIVA heute als Stahlkocher in der EU, Canada und Nordafrika mit über 25.000 Beschäftigten tätig, bekannt. In der UNASUR hat sich die "Grupo RIVA America del Sur" ebenfalls etabliert und ist heute eine der führenden Wirtschaftsvereinigungen in den ALBA-Staaten.
Die RIVA-Gruppe erlangte zudem in den zurückliegenden sechs Jahrzehnten eine weit größere Bedeutung, weil sich unter dem Dach der RIVA-EWIV die unterschiedlichste Dienstleistungs-, Handels- und Industriezweige zusammenschlossen, die weltweit vernetzt tätig sind.
Bereits 1989 war RIVA eine der ersten, die in Luxemburg eine EWIV zur Eintragung brachten. Die Anerkennung einer EWIV, als eigenständige Rechtsperson in der BRD, war über fünfzehn Jahre mit enormen Rechtsstreitigkeiten behaftet, wurde aber letztlich vom EuGH für rechtsverbindlich erklärt und ist seit Ende 2004 auch von den Obergerichten in der Bundesrepublik Deutschland anerkannt.
Heute hat das Netzwerk der EU RIVA EWIV Gesellschafter und Mitglieder rund um den Erdball. Für die eigenständige EU RIVA EWIV legten ihre Gründungsmitglieder 20 Millionen Euro ein, die sich auf 4.000 Gesellschafterstimmen verteilen. Von RIVA / Italien aus, werden heute, getreu dem RIVA-Kodex, die Interessen der Gesellschafter und Mitglieder verbunden und vernetzt. Vom Kleinstbetrieb einer RIVA-Eisdiele, über RIVA-Hotels bis hin zur RIVA y Garcia, einer Privatbank. Auf Wunsch der Gesellschafter und Mitglieder, werden für diese optimierte Betriebs- und Geschäftsverbindungen erstellt, betreut und finanziell abgesichert.
Die vormals zur RIVA Gruppe gehörige TCH, wurde 2007, mit Zustimmung der Kartellbehörde, an den multinationalen US Finanz- und Dienst-leistungskonzern Paccar Financial Services (PFS), eine Tochtergesellschaft der Paccar Inc., verkauft. Die TCH Fahrzeugflotte umfasste zu diesem Zeitpunkt 1.200 Lkw und 1.800 Auflieger. Damit bediente TCH etwa 3.000 Kunden in der EU. Noch im Jahr 2006 wurde TCH zur „Besten Marke“ im Bereich der Miete und Leasing gewählt. Durch die Übernahme der TCH, strebte Paccar Financial eine profitable Expansion seiner Aktivitäten im Bereich Finanzierung und Leasing von DAF-Produkten in Europa an. Paccar verfügt in Nordamerika über eine Flotte von ca. 25.000 Trucks und hat vor, mit seiner niederländischen Tochter DAF auf dem Eurasischen Markt einen Marktanteil von 20% zu erreichen. RIVA Romania, eine Tochter der Multitrade International Inc., leistete hierfür die Vorarbeiten. Zusammen mit einer Deutschen Autohandelgesellschaft und dem Verband der Freien Deutschen Kraftfahrzeughändler ist beabsichtigt, ein neues TCH Logistik-Centrum auf dem Balkan aufzubauen, dessen Schwerpunkt die Truck-Vermietung nach Osteuropa und Vorderasien sein wird.
Priorität für den Verband hat aber nach wie vor die ökonomische und soziale Entwicklung im Bereich der ALBA Staaten. Die Bedeutung der Erschließung und Verabeitung von Bodenschätzen und deren Wertschöpfung in Südamerika, die mit Hilfe der staatlichen Förderung durch Bolivien und Brasilien Fortschritt macht, stellt dabei den Schwerpunkt der Interessen dar. Nachdem die politischen Parameter Südamerikas eine Veränderungen erfahren haben, kann heute gesichert davon ausgegangen werden, dass die kommenden Jahrzehnte den Auf- und Ausbau der ökonomischen und sozialen Infrastruktur Südamerikas und Südosteuropas einnehmen werden.